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gefunden

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Heute haben wir unseren ersten Schulausflug gemacht. Alle waren endlich wieder gesund. Mit dem Bus sind wir bis nach Mikumi gefahren und haben neben der Strasse nach wilden Tieren Ausschau gehalten. Das intensive Suchen war anstrengend, denn das Gras ist meist schon sehr hoch, so dass selbst von einem Elefanten kaum etwas zu sehen ist. Wir haben Herden von Affen und Antilopen gesehen und auch viele Giraffen. Nur die erhofften Elefanten direkt neben der Strasse waren leider schon wieder weg bis wir kamen... Nur etwas weiter weg unter den Bäumen konnten wir sie noch erspähen. Aber die meisten von unseren Jungs waren schon einmal richtig in einem Safaripark und kennen die Tiere. Diese Woche nach Pfingsten sind bei uns zwar kein Ferien, aber wir machen mal andere Dinge zusammen, zB. einen Ziegenstall bauen oder diesen Ausflug. Einer unserer Jungs wollte aber unbedingt nach Hause. Und im Gegensatz zu manch anderen, die auch gerne heimgefahren wären hatte er einen triftigen Grund. Sein klei...

krank machen

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 Eigentlich wollte ich heute mal krank machen und meine Halzentzündung und Darmverstimmung auskurrieren, nachdem ich endlich mal selber beim Doktor war. Die letzten Wochen und Wochenenden haben Doris und ich einige kranke Schüler zum Arzt gebracht. Leider ist die Krankheitsphase noch nicht ganz vorbei und hat auch bei mir ihre "Erreger" hinterlassen. Inzwischen waren fast alle mal krank: Nur zwei sind bis heute verschont geblieben. Diese zwei haben vor dem Abendessen oft nochmal fleissig gelernt, während die anderen sich draussen rumgetrieben und sich von den Mücken haben stechen lassen.. Ob es da einen Zusammenhang gibt? Auf jeden Fall musste ich zu meinem Entsetzen heute morgen die SMS von einem Lehrer lesen, dass heute Nacht schon wieder zwei ins Krankenhaus mussten. Einen hatte ich erst die Tage zum Doktor gebracht und er hatte schon mit der Malariabehandlung begonnen. Doch anstelle auszuruhen, war er abends wieder unterwegs... Manchmal wäre es vielleicht einfacher die Ju...

leerer Tank

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Für ein paar neue Wege und die geplanten neuen Gebäude auf dem Gelände ist gerade eine Planierraupe bei Safina unterwegs. Da an einigen Stellen schon Wasserrohre an den Stellen vergraben waren, mussten wir diese wieder entfernen, damit sie nicht beschädigt werden. Deshalb haben unsere Jungs gerade kein fließend Wasser in ihrem Wohngebäude. Auch bei uns zuhause kam am Wochenende kein Wasser mehr aus der Leitung. Das ist schon richtig unangenehm und ungewohnt, wenn man nicht einfach den Hahn aufdrehen kann. Wenn man nicht waschen und duschen kann, wie es nötig wäre. Wie soll die Schuluniform bis Montag wieder sauber sein? Das bringt uns unter Druck. Doch Gott sei Dank war der Schaden nach 2 Tagen wieder repariert und es floss wieder Wasser in unseren Tank! Wenn das Ungetüm von Bulldozer bei Safina fertig ist, werden wir uns auch anstrengen die Leitungen möglichst schnell wieder anzuschließen. So ähnlich wie mit dem Wasser ist das auch mit unserem Beziehungs-Tank. Wir haben ein Proble...

Malaria

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Malaria legt den stärksten Mann um. Das haben wir gestern wieder erleben müssen, als einer unserer starken jungen Männer ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Noch am Tag zuvor hat er geholfen diesen Wassertank zu besorgen und in einer super Teamarbeit wurde er dann auf unseren Hügel gerollt. Doch schon am nächsten Morgen konnte er nicht mehr aufstehen. Nur mit Mühe konnte er auf dem Motorrad zwischen Fahrer und Mitfahrer eingeklemmt ins Krankenhaus gebracht werden. Bis ich dazukam hatte er schon den Tropf am Arm und es war Blut abgenommen worden für das Labor. Während wir noch auf den Laborbefund warteten konnte ich einem anderen Autofahrer meinen Wagenheber ausleihen, denn er war direkt vor dem Eingang mit einem Platten stehengeblieben. Später erfuhren wir dann, dass unser Patient nicht nur eine starke Malaria hat, sondern wahrscheinlich auch Typhus. Bis die Behandlung begonnen wurde war es dann schon später Nachmittag. Heute Nachmittag war er dann schon wieder auf den Beine...

Hobby

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Wenn mich jemand fragt, was ich für Hobbies habe, sage ich immer ich habe 4 Hobbies, meine 4 Kinder :)) Aber das stimmt nicht mehr ganz, denn unsere zwei großen Töchter sind ja schon sehr selbständig. Trotzdem ist es schön, wenn ich da immer mal was helfen kann, selbst aus der Ferne. Schön ist es auch, wenn ich meinen Bruder unterstützen kann, der für die Technik einer christlichen Radiostation zuständig ist, aber eine Tagesreise von Morogoro entfernt wohnt. Das war ein gutes Erlebnis letzte Woche: Auf dem Berg hier im Hintergrund ist (s)ein Sender für Morogoro. Das Programm wird über das Internet aus der Stadt zugespielt. Leider ist in der Stromversorgung etwas kaputt gegangen, so dass die Internetverbindung nicht mehr funktionierte. Ich konnte die Anlage zumindest notdürftig wieder reparieren bis ein Ersatzteil eintrifft. Womit ich mich neben unseren Jungs gerade noch beschäftige ist unsere Wasserversorgung. Auf dem Bild im Vordergrund sieht man einen unserer Wassertanks. Um d...

kühle Großwetterlage

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Die letzten Tage wurde es gegen Morgen richtig kühl und wir haben Decken auf unseren Einkaufszettel geschrieben. Heute habe ich den ganzen Tag (bei 23 Grad) meine Jacke nicht ausgezogen, denn über der ganzen Küstenregion liegt eine einzige Regenwolke aus der es unaufhörlich regnet. Im Gottesdiesnt war das Prasseln auf dem Blechdach teilweise so laut, dass man den Prediger trotz Lautsprecher nicht mehr verstanden hat. Vielleicht habe ich auch nicht den roten Faden seiner Predigt herausgehört, auf jeden Fall habe ich mich dabei ertappt, wie meine Gedanken weit abschweiften. Da war die eine Sitzung letzte Woche, die mir immer noch nachgeht, weil es schwierig war eine gemeinsame Linie zu finden. Auch die politische Großwetterlage gibt zu denken. Da kann es einem schon kalt den Rücken runterlaufen. Der Spaziergang ist heute mal wieder ausgefallen, dafür hat unser Hund mir 30 Mal den Tennisball zurückgebracht, den ich aus dem Wohnzimmersessel in die Küche geworfen habe. Heute Abend stand ...

fünzig Jahr, wenig Haar...

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Damals war ich noch blond und hatte Haare auf dem Kopf. Heute versuche ich anderen Jungs Ordnung beizubringen. Wenn das auch manchmal anstrengend ist, so sind sie doch auch immer wieder herzerfrischend fröhlich. Gestern haben wir den ersten Schultag gleich genutzt um schon mal Geburtstag zu feiern. Jannis und Franziska haben sich echte Jungs-Spiele überlegt und wir hatten viel Spaß beim Apfelwettessen, Reise nach Jerusalem oder "Menschen Uno". Manche haben die Party verpasst, weil sie zu spät aus den Ferien zurückgekommen sind. Für die, die dableiben mussten war es ein kleiner Trost. Von zwei Jungs ist die Mutter gerade im Krankenhaus und von einem ist die Oma gestorben und sie wären gerne auch zuhause gewesen. Doch allen können wir leider keine Heimfahrt in den Ferien bezahlen. Nur manche bekommen auch mal Fahrtkosten von Verwandten bezahlt.Während wir noch feiern,  redet Doris noch eine Weile mit einem, dem gar nicht zum Feiern zumute war. Mir hat dieser Nachmittag sehr ...

Weil er lebt

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Es ist Karfreitag. Anstrengende Wochen liegen hinter mir und ich bin erschöpft. Streitigkeiten unter den Safina Jungs haben mir viele Nerven gekostet. Doris war zu zwei großen Familienfeiern und ihrer Krebsnachsorge in Deutschland und ich war mit den Kindern allein. Endlich sitzen wir im Auto um sie am Flughafen abzuholen. Dreimal werden wir auf dem Weg von der Polizei angehalten. Zweimal muss  ich Strafe bezahlen. Doris kommt pünktlich an und hat alles Gepäck bekommen, wunderbar! Als wir auf den Parkplatz kommen hat unser Auto eine "Parkkralle", da ich mit einem Rad auf dem Strich geparkt habe. Doris verhandelt mit dem Wächter und er erläßt uns die Strafe! Wir freuen uns auf einen schönen Tag am Strand, den Sonnenaufgang am Ostermorgen über dem Indischen Ozean. Doch es kommt ganz anders. Von unserer Unterkunft laufen wir zu Fuss zu einem nahegelegenen Restaurant um dort zu essen. Kurz bevor wir dort sind kommt ein Motorrad von hinten angerast und mir wird der Rucksack wegg...

Internationaler Tag

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Auch in Morogoro gibt es eine Internationale Schule, da sind wir froh, denn sonst müssten unsere Kinder ins Internat. Sie ist nicht ganz so international wie an anderen Orten in Tansania, doch am "International Day" kommen auch Gäste, die sonst nicht da sind und Schüler aus anderen Schulen zu Besuch für einen Sportwettkampf. Gestern war wieder so ein "International Day" und Jannis und Franziska wollten ganz früh da sein um beim Aufbau zu helfen. Bis es so richtig losging nutzte ich die Zeit um noch einen Safina Schüler im Krankenhaus zu besuchen. Er musste am Wochenende notfallmäßig mit starken Schmerzen ins Krankenhaus gebracht werden. Doch gestern morgen lief er schon wieder herum. Er hat starke Malaria, doch mit den richtigen Medikamenten geht es einem schnell wieder besser. Ich ließ ihm noch Geld da um die offenen Rechnungen im Krankenhaus bezahlen zu können, denn eine Krankenversicherung haben hier die wenigsten. Später konnte ich dann Jannis beim "Fußb...

Push-Pull

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Während es in Deutschland nochmal schneit, hat bei uns schon die Wachstumsphase längst begonnen. Fast jeden Tag gibt es starke Regenschauer und weichen den Boden auf. Innerhalb von wenigen Tagen waren die Mais und Bohnen Pflanzen aus dem Boden gewachsen. Gestern hat unser Landwirtschaftslehrer mit seinen Schülern noch die wenigen Lücken nachgesät, wo noch nichts aufgegangen ist. Aus der roten Erde strecken nun die Pflänzchen ihre grünen Blätter der Sonne hin, wenn sie zwischendurch einmal herauskommt. Auf dem Bild sieht man unser Testfeld mit der Verwendung von der "Push-Pull" Technologie, bei der neben Mais auch noch verschiedene Gräser zwischen die Reihen und um das Feld gepflanzt werden um Schädlinge abzuhalten und den Boden zu verbessern. Wir hoffen die Unterschiede und Vorteile zur herkömmlichen Monokultur werden deutlich sichtbar und die Technik findet Nachahmer bei den Bauern in unserer Nachbarschaft. Wo wir gutes gesundes Wachstum haben wollen in unserem Leben ist...