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Kraftvoll zupacken

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  Wie unsere jungen Männer kraftvoll zupacken können konnten wir letzte Woche wieder erleben, als sie das Klavier aus unserer Schule den steilen Berg hoch in unseren neuen Saal getragen haben. Auch auf dem Feld und im Garten zeigt sich, daß viele tatsächlich fleißig arbeiten. Manchmal äußern sich leider überschüssige Kräfte auch in Agressionen untereinander und es kommt zu Handgreiflichkeiten. Das ist immer sehr schade, denn das können wir nicht tolerieren und solche Schüler müssen (zumindest für eine Zeit) die Schule verlassen.  Für spezielle Aufgaben schenkt Gott manchmal ungeahnte Kräfte. Mit seinem Geist in uns kann er die schwersten Dinge in Bewegung bringen.Wenn wir auf die letzten vier Jahre zurückblicken, merken wir, dass uns Gott besondere Kraft geschenkt hat um hierher zu kommen und manches aufzubauen. Nun merken wir, wieviel Kraft es kostet uns wieder auf den Heimweg zu machen. Menschen und Dinge loszulassen, wieder die Koffer zu packen.  In der Morgenandacht singen wir zusa

Asante!

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  ASANTE, steht auf diesem Kuchen, den die Schüler unseren Gästen am Samstag überreichen. DANKE! Drei Lehrer der Internationalen Schule in Morogoro haben vor einigen Wochen am Kilimandscharo Marathon teilgenommen. Für diesen Lauf hatten sie Sponsoren gefunden, die für jeden gelaufenen Kilometer Geld gespendet haben. Dabei kam eine ansehnliche Summe zusammen, die sie nun der Safina Schule überwiesen haben! Aktionen wie diese machen uns Mut und geben uns Hoffnung, dass diese wichtige Arbeit auch in Zukunft weiter gehen kann! Herzlichen Dank auch an alle Blog Leser die Safina über die letzten Jahre mit unterstützt und auch im Gebet mitgetragen haben!  Zusammen mit unserem Besuch bekommen dann auch alle Schüler Tee und etwas von dem Kuchen ab und wir sitzen zusammen auf unserer neuen schönen Veranda neben der Schulküche, die wir an diesem Tag erstmals benutzen können. Unser Dienst hier mit CFI geht im Juni zu Ende. (Dann wird auch dieser Blog und der automatische Emailversand enden.) Es ko

Perseverance

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  "Ausdauer" ist nicht nur der Name des kürzlich gelandeten "Marsrovers" sondern auch eine der Tugenden, die in der Internationalen Schule unserer Kinder besonders gefördert wird. Sicher ist Tansania ein ideales Übungsfeld dafür.  In diesem Dokument (links) stecken mehr als drei Jahre Arbeit und unzählige Stunden Korrespondenz und Wartezeit in und vor verschiedensten Büros. Es geht um die Urkunde des Grundbuchamtes, die bestätigt, dass unser Schulgelände auch Safina gehört. Der Vergleich mit dem "Grundbuchamt" ist nicht ganz richtig, denn in Tansania kann man keinen Grund erwerben, man bekommt ihn nur vom Staat zur Verfügung gestellt für eine bestimmte Zeit, bei uns sind das nun 66 Jahre. So ist die Grundsteuer von gut 1000 Euro im Jahr also eher eine Pacht. Obwohl wir diese schon seit 3 Jahren bezahlen, hat das abschließende Dokument sehr viel Mühe und Ausdauer gekostet und ich bin froh, dass wir das nun auch zu einem Ende haben bringen können. Dieses Dok

Was Hoffnung macht...

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Ganz in der Nähe unseres Hauses gibt es diesen fast unberührten kleinen Gebirgsbach. Wenn wir Abends dazu kommen machen wir manchmal noch einen Spaziergang mit unserem Hund dahin. Es ist ein steiles Tal mit Felsen, die man hochklettern kann. Inzwischen gefällt es nicht nur dem Herrchen, sondern auch dem Hund, der sich mit seinen Pfoten an manchen Stellen kaum halten kann. Unter uns plätschert das Wasser, die Abendsonne scheint durch die Zweige und über uns spielen in den Wipfeln die Affen so dass es Blätter regnet. Das sind die Momente wo ich gut abschalten kann, abgeben was mich vom vergangenen Tag belastet, was mich geärgert hat. Die wunderbare Landschaft genießen und für ein paar Minuten in der Wildnis nur dem Schöpfer in seiner wunderbaren Schöpfung begegnen. Da spüre ich förmlich Gottes Liebe wie den Fels unter mir. Seine Liebe  ist unverwüstlich, bedingungslos und unendlich groß. Was mich vorher umgetrieben hat wird relativiert: Da ist der Schüler, der im Abschlußjahr die Schule

vergrößertes Lehrerteam

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  Das Schuljahr hat wieder begonnen und wir starten mit zwei neuen Lehrern in den Unterricht. Daudi Mligo (ganz links) unterrichtet nun Landwirtschaft. Neben einem abgeschlossenen Studium bringt er auch viel Erfahrung aus der Praxis mit.  Damit hat der neue Schulleiter Amani Evarist (dritte von links) mehr Spielraum sich um seine Arbeit als Erzieher und die Administration zu kümmern, bisher hatte er auch noch Landwirtschaft unterrichtet. Für den Unterricht in der neuen Klasse für Schüler, die noch keinen Grundschulabschluss haben, hat nun John Wakara (vierte von rechts, stehend) begonnen. Er übernimmt u.a. auch den "Lifeskill" Unterricht von Doris. Er hat bereits ähnliche Themen bei "Jugend mit einer Mission" unterrichtet. Wir sind sehr dankbar für diese Beiden. Leider haben wir noch keinen passenden Lehrer oder eine Lehrerin für die Kochausbildung gefunden. Es ist sehr schwierig geeignete Bewerber zu erreichen, die auch motiviert sind für ein kleines Gehalt zu arbe

Stabübergabe

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Im Ramen der Jahreshaupt-versammlung von Safina in unserer Schule wurde gestern offiziel die Schulleitung an meinen bisherigen Stellvertreter Amani übergeben. Dies ist ein wichtiger Schritt unabhängiger zu werden für die Schule und auch für Safina . Schon die letzten Monate haben Amani und ich viele Entscheidungen zusammen besprochen und auch einiges im Büro zusammen erledigt. Jedoch der Schulstart im Januar 2021 wird sicher nochmal eine Herausforderung für uns beide: Es werden nochmal drei neue Lehrer zum Team dazustoßen und wir werden ein neues System mit einer Einführungsklasse haben. Während des ersten Jahres bei uns könen dann die Schüler (die ja häufig noch nicht lange ein Leben auf der Straße hinter sich gelassen haben) erst einmal einiges Schwierige in ihrem Leben aufarbeiten und sich an den Schulalltag gewöhnen. Dazu bekommen sie Anstöße in einem lebenspraktischen Unterricht in kleinen Gruppen wo auch mal Zeit ist zu reden. Viele wichtige Themen, die sie nicht im Elternhaus ge

Buschfeuer

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  Selbst in den deutschen Medien konnte man das Feuer am Kilimanjaro verfolgen. Doch der ausbleibende Regen und die ungewöhnliche Hitze gerade sorgen auch in anderen Landesteilen für Feuer. Letzte Woche haben wir erfahren, dass große Teile einer Gemüsefarm, von der wir immer wieder Gemüse kaufen über Nacht abgebrannt sind. Die Existenzgrundlage einer christlichen Familie und vieler Angestellten ist verschwunden. Am Montag bemerken unsere Schüler Brandgeruch in der Nacht und entdecken ein Buschfeuer, dass sich der Schule nähert. Schnell verlängern sie einen Gartenschlauch mit einem Reserveschlauch aus der Landwirtschaft und schaffen es das Feuer an der Grundstücksgrenze direkt hinter dem Schülerwohnheim einzudämmen. Alle helfen zusammen wie ein Team. Die Feuerwehr, die es nur in der Stadt gibt würde nie in unser abgelegenes Dorf kommen. Am Morgen nach der Morgenandacht werden die Schüler gelobt für ihr mutiges und schnelles Handeln. Jeden Morgen lesen wir zusammen ein Kapitel aus der Bi

Lehrersuche

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  Für das kommende Schuljahr, das im Januar bei uns beginnt suchen wir drei neue Lehrer. Auf eine Ausschreibung im Rundbrief von Safina melden sich etliche, die gerne bei uns arbeiten wollen. Nun hören wir uns jede Woche "Probeunterricht" an und versuchen in Interviews passende Kandidaten und auch eine Kandidatin näher kennen zu lernen. Das ist richtig anstrengend, denn am Schluss müssen wir uns ja auf jeweils eine Person festlegen. Erfahrene Lehrer zu finden, die für ein kleines Gehalt arbeiten und auch noch mit Überzeugung die Arbeit von Safina hier mittragen ist jedoch nur möglich, wenn sich jemand für diese Arbeit "berufen" fühlt und auch Einschränkungen oder Nachteile einer solchen Stelle in Kauf nimmt. Wie sich das von der Bewerber-Seite anfühlt haben wir bei dem Geschichtslehrer von Jannis mitbekommen. Er ist ein leidenschaftlicher Prediger und wir kennen seine Familie gut aus unserer Gemeinde. Sie sind uns über die Jahre zu Freunden geworden. Da die Arbeitsg

Praktika und Prüfungen

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Unsere Berufsschüler haben solange die Schule geschlossen war (über die Corona Zeit) mitgeholfen die Felder und Tiere der Schule weiter zu versorgen. Anschliessend sind sie in ihre Praktika in verschiedene Betriebe gegangen. Die Zeit war sehr gut für sie und alle Seiten haben gemerkt, dass unsere Schüler doch schon einiges gelernt haben. Nach dem Praktikum durften sie nun endlich in die Ferien fahren. Während die einen sich ausruhen, bereiten sich unsere Sekundarschüler auf die Prüfungen vor. Es wurde schon deutlich, dass einige große Lücken haben, weil sie in der Zeit, als die Schule geschlossen hatte, nicht selber weitergelernt haben. Einem Schüler haben wir empfohlen, doch lieber in die Berufsschulklasse zu wechseln, da die Leistungen nicht reichen um in der Sekundarschule mitzuhalten. Da Land- und Hauswirtschaft auch nicht seine Vorlieben sind haben wir ihm im Dorf bei einem Handwerker einen Praktikumsplatz besorgt. Am Wochenende darf er sich noch Arbeitsschuhe und Kleider besorgen

back to normal

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Wir sind gut wieder angekommen in Morogoro. Eine volle Woche liegt bereits hinter uns. Es war heute schon etwas ungewohnt einen ganz "normalen" Gottesdienst zu besuchen und all die lieben Menschen wiederzusehen und gemeinsam die bekannten Lieder zu singen ohne irgend welche Einschränkungen. Fast ein halbes Jahr haben wir uns als englischsprachige Gemeinde nicht getroffen, doch nun es geht wieder weiter, fast normal.  Während unseres Urlaubs in Deutschland wurde hier an der Baustelle fleissig weiter gebaut. Gestern haben wir mit dem ganzen Baukomitee zusammen die Fortschritte bewundert und Einzelheiten des Baus weiterbesprochen. Nun suchen wir noch dringend weitere Lehrer für das neue Schuljahr um wirklich auch mit einer Hauswirtschaftsklasse starten zu können. Schon in Deutschland haben mich immer wieder Bilder und Details aus Morogoro erreicht und ich war in Gedanken oft bei der Schule. Doch wir hatten auch sehr schöne arbeitsfreie Tage mit der Familie, die uns sehr gut geta