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einander verstehen

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Freunde können sich blind vertrauen. Sie verstehen sich manchmal auch ohne Worte und können sich helfen die richtigen Schritte im Leben zu wagen. Wenn wir Vertrauen in einander haben, können wir einander eine Stütze sein, auch wenn es schwierig wird. Dabei ist die Sprache nicht immer das größte Problem sich wirklich gut zu verstehen. Sich in den anderen einfühlen zu können, zu wissen was den anderen bewegt, was ihm Angst macht, welche Schwierigkeiten er im Leben hatte, ist manchmal noch wichtiger als dieselbe Muttersprache zu sprechen. Dazu gibt es so unterschiedliche Persönlichkeiten, jeder hat seine Eigenheiten. Mir fiel das neulich an unseren Tieren auf. Während die Hunde immer freudig zu mir herlaufen um sich ihre Streicheleinheiten abzuholen ist das bei den Schafen ganz anders. Seit zwei Jahren kennen sie mich und wissen, dass ich ihnen nicht gefährlich werde. Trotzdem laufen sie davon, wenn ich zu nahe an sie herangehe. Da konnte noch nicht genug Vertrauen wachsen. Vor ...

Schulstart

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Wie auf diesem Bild macht der Regen gerade eine Pause und die Schule fängt wieder an. Nach dem Seminar für (fast) alle Safina Mitarbeiter vor Weihnachten ging es im Neuen Jahr schon mit einem Seminar für die Freiwilligen in der ersten Januarwoche in unserer Schule weiter. (Die Schulabsolventen helfen in verschiedenen Safina Häusern für ein halbes Jahr mit und werden dafür vorbereitet.) Die erste Schulwoche haben wir schon geschafft und freuen uns über 5 neue Schüler und zwei Freiwillige. Doch das Jahr ist noch jung und die Planung ändert sich noch täglich. Schüler werden zu- und abgesagt. Unser neuer Lehrer ist nun auch schon eingetroffen der das Team in Mathe und Naturwissenschaften unterstützen wird. Dieses Jahr haben wir auch sehr zeitig die Prüfungsergebnisse vom letzten Jahr bekommen. Leider haben zwei unserer Schüler den Abschluss nicht geschafft. Das hat uns allen einen Dämpfer versetzt, den wir erst noch verarbeiten müssen. Dafür hat uns zu Beginn des Jahres eine gute Nach...

Entspannung

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 Draussen regnet es in Strömen und der Donner grollt in den nahen Bergen. Früher hätte ich gesagt, das ist "Märklin Wetter". Doch bei 30 Grad und 81% Luftfeuchtigkeit erinnert es mich mehr an Besuche im Treibhaus einer Gärtnerei. Die ganze Nacht über dröhnte dazu noch häßliche Musik einer Party durch unser offenes Schlafzimmerfenster, so dass wir wenig geschlafen haben. Aus dem Fenster blicke ich auf den kleinen Weihnachtsbaum, den wir dieses Jahr gepflanzt haben und der bei dem feuchten Wetter schon mächtig gewachsen ist. Der Indische Ozean hat "erhöhte Temperatur" sagen die Wissenschaftler, deshalb kommt es in Ostafrika zu deutlich mehr Niederschlag als gewöhnlich, wir wohnen im Regenwald. Die Safina-Schule hat Weihnachtsferien und ist geschlossen. Zehn junge Männer wurden dieses Jahr auf staatliche Prüfungen vorbereitet, neun haben sie geschrieben. Vier weitere haben eine praktische Landwirtschafsausbildung bekommen. Jetzt ist es still dort, die Schafe genieße...

hoffnungslos?

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Ich muss zugeben: zuletzt hatte ich die Hoffnung aufgegeben. Meine Geduld war am Ende. Ich hatte nicht mal mehr den Glauben weiter dafür zu beten. Seit Monaten versuchen wir eine Arbeitserlaubnis auch für Doris wieder zu bekommen. Im ersten Anlauf wurde der Antrag abgelehnt. Worauf Safina Einspruch einlegte. Seither warten wir, wie viele andere Missionare auch, die abgelehnt wurden. Auf den im Internet veröffentlichten Listen haben wir immer wieder uns bekannte Namen gelesen, denen es ebenso geht. Auch von denen, die Einspruch erhoben haben, werden immer wieder viele abgelehnt. Nun die Meldung " Einspruch stattgegeben " kommt überraschend und freut uns sehr, Gott sei Dank! Letzte Woche im Lehrerkollegium gab es mal wieder eine Krisensitzung. Einer unserer Jungs, der sich schwer an Regeln halten kann ist auf frischer Tat ertappt worden. Das wäre zuerst mal noch kein Grund für eine Krisensitzung. Denn Fehler machen wir alle und wir sind im Allgemeinen großzügig bei denen d...

Prüfungszeit

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Unser Schuljahr geht zu Ende. Wir sind schon mitten in der Prüfungszeit. Unsere vier Absolventen hatten vergangene Woche fast jeden Tag zwei Prüfungen. Um die staatlichen Abschlussprüfungen schreiben zu können sind sie bei einer benachbarten Sekundarschule registriert und haben dort nun ihre Prüfungen geschrieben. Die Ergebnisse werden wir frühestens im Januar erfahren. Unsere "Anfänger"-Klasse macht ihren "Qualifying Test" nächste Woche. An einem Nachmittag werden dann 5 Fächer geprüft. Wer diesen Test bestanden hat, darf dann nächstes Jahr die Abschlussprüfung schreiben. Für unsere Absolventen soll es Ende des Monats natürlich ein schönes Abschlussfest geben. Da sind wir schon am vorbereiten. Anschliessend werden die Schüler in die Ferien nach Hause fahren. Bei uns in der Schule findet dann das Jahrestreffen der Safinamitarbeiter statt. Das ist nun für uns Mitarbeiter vor Ort auch so eine Art "Prüfung", denn wir werden zum ersten Mal viele Gäste hier ...

alles beim alten?

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Letzte Woche hatten wir die Gelegenheit ein Landwirtschaftsprojekt (das CFI unterstützen möchte) in einem abgelegenen Dorf an der Küste zu besuchen. Vieles dort hat uns an die Zeit früher vor 20 Jahren erinnert, die Menschen sind immer noch sehr arm. Obwohl es in dem Dorf sogar eine Sekundarschule gibt, eine Stromleitung, Wasserbrunnen und ein Handynetz scheint die Zeit dort stehen geblieben zu sein. Wir sahen noch viele Häuser wie dieses, aus Lehm gebaut und mit Grass gedeckt. Der Fortschritt ist nahe aber unerreichbar. So ein Haus darf gar keinen Stromanschluss bekommen. Der Boden an der Küste ist sehr sandig und steinig anscheinend kaum zur Landwirtschaft geeignet. Der wunderbare Strand wurde schon vor Jahren an einen Ausländer verkauft, der erst mal eine lange Mauer gebaut hat um die Schüler der Grundschule von seinem Grundstück fern zu halten. Doch seit zwei Jahren gibt es große Investitionen in diesem Dorf: Auf der Anhöhe über dem Dorf hat eine Firma Grund erworben und schon...

Gottes Familie

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Gottes Familie ist groß. Es ist schön immer wieder Geschwister zu finden und zu merken wir werden  in dieser großen Familie mitgetragen. Am Freitag nach der Morgenandacht habe ich unseren Schülern erzählte, dass ich noch nach Dar es Salaam zur Bauausschuss-Sitzung fahren muss. Ich bat sie für mich und die wichtige Sitzung zu beten. Ein Schüler hat das sofort umgesetzt und für mich gebetet. Das war ganz selbstverständlich und Gott hat es gehört und geholfen. Die 5 Stunden im Bus waren nicht so schlimm wie sonst und die 4 Stunden Sitzung verliefen friedlich und wir konnten uns auf eine Lösung einigen. So Gott will, können wir noch dieses Jahr mit dem Bau einer Schul- und Ausbildungsküche mit Mensa beginnen. Es ist immer spannend in einem internationalen Team mit ganz unterschiedlichen Kulturen zusammenzuarbeiten. Unser gemeinsamer Glaube ist da eine gute Basis. Die Geduldsprobe mit unserem Visum hat auch ein Ende genommen, gestern durften wir schon mal bezahlen, da es genehmig...

Erntedank

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Nachdem uns der Reis leider vertrocknet ist konnten wir neben Sonnenblumensamen für Öl auch eine große Menge Kidney-Bohnen ernten. Auch im Schulgarten wächst wieder einiges Gemüse. Die kleinen Obstbäume und neugepflanzten Bananenstauden haben Dank der Solarpumpe bisher auch die trockene Zeit gut überlebt. Über eigene Papayas freuen wir uns schon einige Zeit. Auch Maniok werden wir noch ernten können. Doch wir sind noch weit davon entfernt unsere Schüler mit der eigenen Ernte ernähren zu können. Gott schenkt uns ganz viel jeden Tag. Das haben wir uns auch in einer Erntedankandacht wieder ins Gedächtnis gerufen und anschließend bei einem guten Essen zusammen gefeiert. Neben dem "täglich Brot" brauchen wir natürlich vorallem Menschen, die nicht nur die Ernte auf unserem Feld einholen, sondern sich um die Jugendlichen kümmern. Geeignete Mitarbeiter zu finden, die sich für ein kleines Gehalt  bei Safina einsetzen ist gar nicht so einfach. Wir sind sehr dankbar für unsere Lehre...

geteilte Freude

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Richtig froh bin ich über meinen Lehrerkollegen Amani, der bei uns seit März Landwirtschaft unterrichtet. Ihm spürt man ab, dass er das aus seinem Glauben heraus tut. Damit ist er ein sehr gutesVorbild für unsere Jungs. Gestern wurde er nun offiziell zum stellvertretenden Schulleiter ernannt. Froh bin ich auch über unseren Erzieher Robert, der sich nach ein paar Monaten der Probezeit nun entschieden hat bei uns an der Schule zu bleiben um unsere Schüler auch ausserhalb der Schulzeiten zu begleiten und ihnen ein guter Hausvater zu sein. Amani und er werden sich nun mehr um unsere Schüler kümmern, so dass ich mich mehr den admins-trativen und baulichen Fragen zuwenden kann. " Geteilte Freude ist doppelte Freude, geteilter Schmerz ist halber Schmerz. " - Marcus Tullius Cicero -   Leider erreichen uns auch immer wieder traurige Nachrichten. Viele von Euch haben sicher von dem Tanklaster gelesen oder gehört, der in Morogoro explodiert ist. Bei dem Unglück und an den Verle...

Reisegepäck angekommen

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Wir sind wieder gut angekommen. Und all die Sachen die wir im Koffer mitgebracht haben auch. Wir hatten eine wunderbare Hochzeit erlebt und bei zwei Umzügen unserer Töchter geholfen. Schon bevor wir losgeflogen sind hatten wir alle möglichen Päckchen bestellt, damit wir bis zu unserem Rückflug auch alles zusammenbekommen, was wir hier nicht kaufen können. In Deutschland gibt es ja einen Postboten, der einem alles bis an die Haustüre bringt, oder beim Nachbarn oder sonstwo abliefert, wenn man nicht zuhause ist, das ist wirklich bequem! Die neuen Fernschulmaterialien für Franziska haben wir uns aber nach Tansania schicken lassen um Platz im Koffer zu sparen. Sie waren auch schon vor uns da. Zumindest bei der Päckchenverfolgung von DHL im Internet. Also erkundigen wir uns gleich bei unserem DHL Büro in Morogoro, da kann man aber mit der Sendungsnummer nichts anfangen. Wir rufen in der Zentrale in Dar an, doch die verweisen uns an die Post. Tatsächlich findet sich in unserem Postfach e...